Abgänge sorgen im Saartal für Enttäuschung

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Die Bezirksligisten in der Corona-Phase mit Spielführer Lukas Kramp (SG Saartal)

Quelle: fupa.net- Autor: Josef Weirich | 10.06.2020

Auf 13 Saisontreffer brachte es der Saartal-Spielführer und Co-Trainer Lukas Kramp in den 19 Partien bis zum Abbruch der Saison. „Wir sind nicht von den Auswirkungen des Abbruchs betroffen, weil wir als aktueller Tabellenzehnter jenseits von Gut und Böse platziert sind. Ich finde die getroffene Regelung gut, dass es keine Absteiger, sondern mit Bitburg nur einen Aufsteiger gibt“, sagt der torgefährliche Strafraumblitz.

Die Saisonbilanz fällt für Kramp eher durchwachsen aus, die Saartaler hatten sich einen einstelligen Tabellenplatz zum Ziel gesetzt. „Wir haben viele Punkte verschenkt, wir waren oft besser als der Gegner. Uns haben Erfahrung und Routine gefehlt, wir sind halt eine junge Truppe mit einem Durchschnittsalter von knapp über 20 Jahren“.

 Schwerer umgehen kann der gefürchtete Torjäger mit der Tatsache, seine Fußballkumpels lange Zeit nicht gesehen zu haben: „Bis es wieder losgeht, trainieren wir nur einmal die Woche. Natürlich unter Beachtung aller Hygiene-Vorschriften“, heißt es für den 27-jährigen Stürmer „Kicken mit Fußbremse“.

Die geplante Abschlussfete muss bei den Vereinigten aus Schoden, Ockfen, Irsch und Trassem so auch warten, und der vorgesehene Städtetrip wurde auf Eis gelegt. Für einigen Zünd- und Gesprächsstoff sorgen derweil die Planungen für die kommende Saison. Hier müssen die Saartaler mit schmerzlichen Spielerabgängen rechnen. Den jungen Tim Thielen, der in seinem ersten Jahr prächtig an der Saar einschlug und Benedikt Schettgen zieht es zum Nachbarn und Rheinlandligisten Hochwald Zerf, und die beiden Offensiv-Asse Nicolas Jakob und Lucas Jakob heuern wohl in Luxemburg an. 25 der insgesamt 47 Schodener Tore gehen auf das Konto der drei wechselnden Offensivkräfte.  Für Kramp sind die Abgänge eine herbe Enttäuschung. „Alle Spieler haben noch im Januar ihr Bleiben zugesagt. Nun kommen die Hiobsbotschaften“.

Und noch eine Gefahr erkennt der Käpt’n: „Ob das Virus den Fußball verändern wird, ist schwer zu sagen. Viele denken vielleicht, dass es auch ohne den Fußball für sie weiter geht. Der Aufwand für Spiele und Training ist groß, da denkt man schon mal darüber nach, die Karriere zu beenden.“ Als Konsequenz will der Verein die Jugendförderung noch weiter vorantreiben: „Unser Kapital sind die vielen jungen Spieler. Auf sie werden wir setzen, um die Abgänge zu kompensieren.“ Immerhin gibt es auch zwei Zugänge. Mit Torwart Maximilian Wirkus wurde ein junger Torwart aus Konz verpflichtet und Paul Weiter (Perl/Besch) soll künftig die Abwehr verstärken.

Und noch etwas Erfreuliches gibt es aus Saartaler  Sicht zu berichten: Der 30-jährige Mittelfeldspieler Kevin Schuh heiratete vor einigen Tagen seine Sophia. Kramp: „Der Polterabend musste wegen Corona leider ausfallen, aber den werden mit Sicherheit nachholen“.

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