Ganz nah dran. Heute: Wolfgang Britten (SG Saartal)

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Quelle: fupa.net - Autor: Josef Weirich | 20.09.2019

Mit einer neuen Serie möchte der TV seinen Lesern die Bezirksliga und deren Umfeld etwas näher bringen. Im Fokus sollen nicht Spieler oder Trainer, sondern die Männer (und Frauen) im Organisationsstab und die Schiri-Assistenten an der Linie stehen – unterhalb der Rheinlandliga kommen im Regelfall keine offiziellen Gespanne zum Einsatz. Zum Auftakt der Serie stellen wir Wolfgang Britten (65), die gute Seele und der Mann für alle Fälle bei der SG Saartal, vor.

Im Verein seit: 1968.

Der Start als Assistent: Seit 15 Jahren bin ich der Schiri-Assistent an der Seitenlinie.

Wie ich dazu kam: Mit 17 Jahren habe ich mich als Schiedsrichter ausbilden lassen, habe aber mit Beginn meiner Bundeswehrzeit mit dem Pfeifen aufgehört und lieber selbst Fußball gespielt. Ich habe gerne Spiele geleitet, es hat mir großen Spaß gemacht.

Sonstige Funktionen in der SG Saartal: Mannschaftsbetreuer, Mitglied im SG-Vorstand, Geschäftsführung, Kassenwart, zehn Jahre lang Geschäftsführer SV Schoden, Betreuer der Alten Herren (mit Kassenführung), Jugendbetreuer, Betreuer erste und zweite Mannschaft.

Darauf lege ich an der Außenlinie besonderen Wert: Dass man fair miteinander umgeht. Man muss besonnen reagieren, wenn es Streit um eine Entscheidung gibt. Man muss dem Schiedsrichter helfen, damit seine Entscheidungen akzeptiert werden und nicht nur banal anzeigen, ob der Ball im Aus war oder nicht. Mit missfällt es, wenn Schiris derb oder beleidigend angegangen werden. Stattdessen gilt es doch, ihnen Respekt entgegenzubringen. Wenn ein Schiri zu forsch auftritt, dann spreche ich ihn auch darauf an.

Kuriose Aktion, die ich als Assistent erlebt habe: Das war im Spiel gegen Leiwen, da hat Schiri Marc Schiry aus kurzer Distanz einen Ball gegen den Kopf bekommen und ist zu Boden gegangen. Sein Kollege Dominic Mainzer, der zufällig auf dem Platz war, ist dann eingesprungen und hat die Partie weiter geleitet. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls haben wir mit 1:0 geführt, am Ende aber 1:5 verloren.

Das erwarte ich in dieser Saison von unserer Mannschaft: Dass unser Team von der SG Saartal sich weiter entwickelt und die jungen Spieler integriert werden. Mein Wunsch ist, dass die Jungs die Freude am Fußball behalten und keine Star-Allüren bekommen. Die Spieler brauchen jemand, der nach ihnen schaut. Deshalb habe ich immer Bonbons oder ein Mars im Betreuer-Koffer und hoffe, dass danach die Mannschaftskabine immer aufgeräumt ist.

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