SG Saartal - FSG Ehrang (Samstag, 18.09.2021, 17:30 Uhr, Irsch Rasenplatz)

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Quelle: 11er-online.de - Autor: 11er-online.de | 16.09.2021

Mit der gastgebenden SG Saartal und der FSG Ehrang/Pfalzel treffen am späten Samstagabend (Anstoß in Irsch ist 17.30 Uhr) zwei Spitzenteams aufeinander, die nach jeweils vier Siegen am Stück zuletzt Punktverluste hinnehmen mussten.

Reichte es für Ehrang im Ruwertal immerhin noch zu einem 1:1, musste Saartal in Lüxem beim 1:2 den Gastgebern komplett die Punkte überlassen. Beide Mannschaften gelten als ganz heiße Titelfavoriten, auch nach dem letzten Spieltag. Für Saartal Trainer Heiko Niederweis hat der Gegner aus den Trierer Stadtteilen Ehrang und Pfalzel eine „überragende Qualität in allen Mannschaftsteilen. Das ist eine sehr starke Truppe, die eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern besitzt, körperlich sehr präsent ist und es gewohnt ist, einen spielerisch betonten Fußball zu spielen.“ Weil beide den Kurzpassfußball mit viel Tempo bevorzugen, erwartet Niederweis „ein offenes, attraktives Spiel. Die Truppe ist hochmotiviert und will den nächsten Heimsieg landen.“ Der 45-jährige appelliert an seine Mannschaft, „explizit auf Lukas Herkenroth aufzupassen. „Er ist der überragende Stürmer in der Liga.“ Doch sein Team hat aus dem Lüxem-Spiel „noch einiges gutzumachen, weil ich mit der Einstellung und der Leistung nicht zufrieden war“. Den Saartalern fehlen Alec Webel, Max Jakobs, Tobias Baier und Tim Helmstetter. Unklar ist der Einsatz von Lukas Jakob, der im Training einen Pferdekuss abbekommen hat. Julian Thielen und Philipp Wallrich sind aus dem Urlaub zurück und sind zumindest für die Bank eine Option.

Für FSG-Trainer Kevin Schmitt hat der Gegner viele Qualitäten. „Viele Schodener kenne ich persönlich gut, mit Nico Jakob habe ich in Rosport gemeinsam gespielt. Mit Kramp und Lorth bringt Schoden unheimlich viel Tempo mit. Sie pflegen ein schnelles, offensives Umschaltspiel und bringen viel Kreativität im letzten Drittel mit. Sie sind in der Breite gut aufgestellt und im Kollektiv eine gute Truppe.“ Ehrangs Coach Kevin Schmitt erwartet ein „richtig geiles Fußballspiel und ein Match auf Augenhöhe, weil beide Mannschaften auf sehr hohem Niveau spielen können“. Schmitt weiß, dass die vielen Zuschauer in Irsch für eine super Atmosphäre sorgen können, es „aber auch hitzig werden könnte. Doch wir wollen die 90 Minuten einfach genießen. Wir fahren mit so viel Selbstvertrauen dorthin, dem Spiel unseren Stempel aufzudrücken.“ Personell ergeben sich ein paar Ausfälle. Andre Thielen wird wegen einer anstehenden Operation am Meniskus wohl länger ausfallen. Andreas Huwer laboriert an einem Muskelfaserriss. Weil auch Luca Heintel muskuläre Probleme plagen, ist dessen Einsatz am Samstag fraglich.

Heiko Niederweis – SG Saartal

„Chris Anton im Kollektiv ersetzen“

11ER: Warum hat es in Lüxem nicht zum fünften Saisonsieg gereicht?
Heiko Niederweis: Weil wir nicht mit elf Mann unsere Leistung auf den Platz gebracht haben. Wir hatten einen super Start mit der frühen Führung und uns wurden die Räume geboten nachzulegen. Das haben wir nicht geschafft. Lüxem kam immer stärker zurück, weil wir komplett die spielerische Linie verloren haben.

11ER: Wie zufrieden sind Sie generell mit dem Saisonstart?

Niederweis: Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir vier Siege aus den ersten fünf Spielen einfahren würden, hätte ich das direkt unterschrieben. Mit der Punkteausbeute bin ich auch zufrieden, doch wir hatten bislang in jedem Spiel gute und schlechte Phasen und spielten oft unterschiedliche Halbzeiten. Da müssen wir die Konzentration über 90 Minuten noch höher halten, dürfen unsere Defensivarbeit nicht vernachlässigen. In den Pokalspielen ist uns das gut gelungen.

11ER: Den Ausfall von Christoph Anton kann keine noch so ausgewogene Mannschaft so einfach kompensieren. Wie gehen Sie bzw. die Mannschaft mit dem Thema um?

Niederweis: Wir versuchen, den Ausfall von Toni auf mehrere Schultern zu verteilen. Zuletzt war ja auch Lukas Jakob ausgefallen. Das wiegt im spieltechnischen Bereich schwer. Wir fangen das über das gesamte Kollektiv auf.

11ER: Wie sehen Sie die Liga nach den ersten fünf Spieltagen?

Niederweis: Dass es sechs Mannschaften in der oberen Spitze gibt, die den Titel unter sich ausmachen werden. Mit 70 oder 80 Prozent Leistungsbereitschaft gewinnst du keine Spiele. In der Bezirksliga bekommst du nichts geschenkt, auch nicht gegen so genannte kleinere Gegner. Die Leistung muss man komplett abrufen.

11ER: Dominik Lorth und Kim Schu sind vom ehemaligen A-Ligisten SV Freudenburg nach Schoden gekommen. Wie charakterisieren Sie die beiden?

Niederweis: Beide sind für das Teamgefüge absolute Gewinne und tragen einen Großteil dazu bei, dass das Teamklima wirklich gut ist. Beide haben sich auch in den Social Media-Portalen für die Mannschaft engagiert. Domme hat an seiner Schnelligkeit nichts eingebüßt und ist ein Torjägertyp. Ihm fehlt noch so ein bisschen die Ruhe am Ball. Kim macht clevere Laufwege, ist kopfball- und zweikampfstark und ist im besten Fußballeralter. Er muss sich noch daran gewöhnen, das hohe Tempo in der Bezirksliga mitzugehen.

11ER: Gibt es in Irsch und Schoden wegen des großen Zuschauerinteresses ein Bonus?

Niederweis: Die Zuschauer hier unterstützen uns immer lautstark und zahlreich. Wir werden auch in Phasen, in denen es nicht so läuft, von ihnen gepusht. Auch gegen Ehrang erwarte ich eine schöne Kulisse.

 

Kevin Schmitt – FSG Ehrang/Pfalzel

„Das Remis ist kein Weltuntergang“

11ER: Wie bewerten Sie das erste Remis in Kasel in dieser Saison nach vier Siegen in Folge?
Kevin Schmitt: Klar, hätten wir gerne gewonnen, aber das Remis ist kein Weltuntergang. Von den Chancen her war alles möglich, auch wenn unser Anlaufverhalten Luft nach oben hat. Von den Möglichkeiten her dürfen wir auf keinen Fall Remis spielen, deswegen bin ich auch enttäuscht. Ruwertal stand sehr tief und hat sich aufs Verteidigen konzentriert. Sie agierten mit vielen langen Bällen, waren gut durchstrukturiert. Das Gegentor war natürlich kurios, als Mo Zingen in die Sonne guckt und den Ball fallen lässt. Aber kein Vorwurf, er hat im Eins-gegen-eins gegen Fabian Regel reaktionsschnell gehalten.

11ER: Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart?

Schmitt: Hätte mir vor der Saison einer gesagt, dass wir mit 13 Punkten aus fünf Spielen Tabellenzweiter sind, hätte ich es nicht geglaubt. Wir dürfen bei aller Euphorie und den Vorschusslorbeeren auch nicht vergessen, wo wir herkommen. Die Ausbeute ist absolut zufriedenstellend.

11ER: Wie sind die Neuzugänge integriert?

Schmitt: Luca Heintel bring trotz seines noch jungen Alters Erfahrung mit, hat in Morbach schon Rheinlandlga gespielt. Wir sind froh, dass er sich für uns entschieden hat, weil er fußballerisch einfach alles mitbringt, sehr gut im Eins-gegen-eins, dynamisch und super ehrgeizig ist. Luca spielt bei uns auf der Sechs. Mahmoud Hammoud ist mit 19 Jahren noch sehr jung. Für ihn bedeutet der Schritt von der Tarforster A-Jugend zu uns eine große Herausforderung. Mo bringt Qualität mit, muss sich aber noch an die Körperlichkeit im Seniorenbereich gewöhnen. Torwart Nico Lautwein ist ähnlich jung und ein zuverlässiger Junge, der bei fast allen Trainingseinheiten dabei ist. Auch er kam aus der A-Jugend und hat noch viel Potenzial nach oben. Dylan Foffe kam als Offensivspieler von der Tarforster Zweiten. Dylan bringt viel Dynamik und viel Körperlichkeit mit, muss aber taktisch noch an sich arbeiten. Er ist ein sehr athletischer Typ, aber ein überragender Fußballer. Deshalb sehe ich ihn im Moment als Außenverteidiger, wo er bereits gute Momente hatte. Und Jonny von dem Broch ist ein sehr kreativer Spielertyp mit einem guten linken Fuß. Er muss noch besser werden in der Arbeit gegen den Ball, ist aber ein absoluter Zugewinn. Jonny ist sehr beweglich und besitzt einen tiefen Körperschwerpunkt.

11ER: War die 0:1-Niederlage gegen Arzfeld im Rheinlandpokal ein Dämpfer zur richtigen Zeit?

Schmitt: Nein , als Dämpfer würde ich das nicht bezeichnen. Der Rheinlandpokal hat uns immer enorm beflügelt, aber es sollte nicht sein. Wir haben ja drei Tage später gegen Lüxem eine gute Reaktion gezeigt. Wir haben aus dieser Niederlage die richtigen Schlüsse gezogen.

11ER: Über Lukas Herkenroth ist viel gesprochen und geschrieben worden. Warum ist er so wertvoll für das Team?

Schmitt: Lui ist ein richtiges Vorbild, hat eine körperliche Präsenz ist ein klassischer Strafraumspieler. Er hat ein super Timing, man sieht gute Durchlaufmomente bei ihm und bringt auch fußballerische Klasse mit. Zum Glück für uns, ist Lui fitter als je zuvor und strotzt voller Ehrgeiz. Trotz seiner 30 Jahre will er es noch mal wissen und ist jederzeit super motiviert.

11ER: Bislang gibt es keinen Pflichtspielvergleich zwischen Ehrang und Schoden. Doch es gab mal in 2018 ein Testspiel. Erinnern Sie sich daran?

Schmitt: Ja, dunkel. Da habe ich selbst noch mitgespielt gegen den Spieler Paulus, der nach Mettlach ging. Keven Schuh und Luki Kramp waren auch schon dabei. Doch Schoden hat sich schon sehr verstärkt, die Mannschaften von heute sind nicht mehr vergleichbar. Das ist aber auch nicht mehr relevant.

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