Lucky Luke trifft im Schneegestöber

SG Wallendorf – SG Saartal 3:5 (3:0)

Quelle: fup.net - Autor: Jürgen C. Braun | 29.11.2021

Tag der offenen Tür im winterlichen Nusbaum: Im dichten Schneegestöber der ersten 45 Minuten behielt die SG Saartal – wenn auch mit etwas Glück in dieser Deutlichkeit – die Oberhand. Doch das 3:0 nach dem ersten Spielabschnitt bedeutete (noch) nicht die Entscheidung. Als die Sicht besser wurde, stiegen auch die SG-Spieler aus Wallendorf noch mal nächtig auf den Schlitten in Richtung gegnerischen Kasten. Am Ende aber hatten die Gäste auf dem tiefen glitschigen Geläuf mit 5:3 die Oberhand.

Fußball kann – ja nach äußeren Bedingungen und Beschaffenheit – auch eine Frage der körperlichen Konstitution sein. Und dann zum Vorteil gereichen. So wie bei Saartals Top-Torschützen Lukas Kramp. Der ist schnell auf den Beinen, trickreich, hat einen tiefen Körper-Schwerpunkt. Alles physikalische Eigenschaften, die „Luki“ mit all seiner Erfahrung zu drei blitzsauberen Toren innerhalb von 20 Minuten ausnutzte.

Der Spielfilm

Immer wieder war er seinen Gegenspielern entwischt. Oder er reagierte im dichten Südeifeler Flockenwirbel einfach schneller und war standfester als die gegnerische Abwehr. So stand es nach drei „Einschlägen“ der Nummer neun aus Sicht der Gastgeber beim Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Tim Steffens aus Manderscheid 0:3.

Saartal-Trainer Heiko Niederweis

Ein Spielverlauf, der Trainer Frank Hermes nach der Begegnung zu der Bemerkung veranlasste: „Wenn man solche Fehler macht, wie wir heute, dann kann man auch kein Spiel gewinnen.“ Zumindest einen Teil Mitschuld am Verlauf der zweiten 45 Minuten ließ er aber auch in Richtung Schiedsrichter los. Grund war ein Strafstoß, den dieser beim Stand von 1:3 nach dem Anschlusstor von Fabian Spartz für die Gäste pfiff. Und der aus Sicht der Bestraften in keiner Weise gerechtfertigt war. „Herr Steffens sollte sich mal fragen, warum er uns jetzt zum wiederholten Male benachteiligt.“

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Lukas Kramp, der in der betreffenden Szene aus Sicht des Spielleiters im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht worden war, ließ sich jedenfalls die Gelegenheit zu seinem „Viererpack“ nicht entgegen und traf sicher zum 1:4. Dass es bei diesem Spielstand nicht blieb, war sowohl den Platzverhältnissen, aber auch dem nicht nachlassenden Einsatzwillen der Hermes-Elf zu verdanken. Die gab sich auch nach dem 1:5 durch einen Freistoßes, bei dem Torwart Jörg Lehnertz die Sicht durch die eigene Mauer verdeckt blieb, nicht geschlagen. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Moral und Charakter bewiesen. Aber es hätte auch anders kommen können. Als wir nach dem 1:3 wieder dran waren und mehr vom Spiel hatten, kam diese Strafstoß-Entscheidung.“

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Sein Gegenüber Heiko Niederweis fand trotz fünf eigener Tore noch ein Haar in der winterlichen Suppe: „Wir lassen einfach zu viele Freistöße für den Gegner zu. Wallendorf hatte ja auch in der ersten Halbzeit eigene gute Gelegenheiten. Und damit bringen wir uns immer wieder selbst in Gefahr Dass wir da mit 3:0 in die Kabinen gehen, war ein bisschen glücklich.“ Insgesamt, so befand er nach dem Schlusspfiff, „bin ich aber mit der Entwicklung der Mannschaft schon sehr zufrieden.“

SG Wallendorf: Jörg Lehnertz – Alexander Mayer, Nils Trierweiler, Marcel Lemmer, (46. Alexander Roth), Jannik Masselter, (83. Christof Schons), Fabian Spartz, Noah Prinz, Jannick Böwen, (72. Malte Ney), Pascal Müller, Christian Weber, Timm Nottinger

SG Saartal: Jonas Krista – Yannic Klement, (75. Thomas Beck), Dominik Lorth, Lukas Kramp, Fabian Müller, Nicolas Jacob, (79. Phillip Wallrich), Julian Thielen, Nico Ockfen, Keven Schuh, Julia Paulus, Kim Joshua Schu, (70. Dominik Zwick)

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 (20., 37., 40.) Lukas Kramp, 1:3 (48.) Spartz, 1:4 (62. Kramp, Foulelfmeter), 2:5, (74.), Ney, 3:5 (90.) Nottinger

Schiedsrichter: Tim Steffens (Manderscheid)

Zuschauer: 150

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